Über Freiheit und Religion
Die Glaubens- und Meinungsfreiheit ist im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland für alle garantiert. Das bedeutet Freiheit für alle religiösen Meinungen, aber auch Freiheit für die, die anders denken. Religionen sind durch wissenschaftliche Erkenntnisse Relikte einer vergangenen Zeit geworden.
Unsere Zeit erfordert wissenschaftliches Denken. Kein Gott hilft uns, aus der Weltwirtschaftskrise herauszukommen. Das können wir nur selber tun. Wann werden die Menschen erkennen, dass es zeit ist, überholte Vorstellungen spiritueller Art gegen praktisches Denken einzutauschen? Es tut Not, sich nicht auf einen Gott zu verlassen, sondern selber unser Schicksal und unsere Zukunft zu gestalten. Das ist es nämlich, was Gott will: Wenn schon Religion, dann nur so!
Der Ethikunterricht in den Schulen der Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland, Berlin, ist das beste Beispiel für Offenheit und Freiheit, ohne religiöse Zwänge. Humanistisches Denken und ethisches Verhalten sind an keine Religion gebunden. Alle Atheisten und Freidenker würden sich gekränkt fühlen, wenn man ihnen Religionslosigkeit vorwerfen würde. Auch Wissenschaftler als Wahrheitssuchende haben ihren Glauben an die Naturgesetzlichkeiten und Kräfte höherer Art, die auch den Menschen hervorgebracht haben.
Religiöse Ansichten zu verbreiten ist Sache der Kirchen und religiösen Einrichtungen. In den Schulen sollte die ethische und humanistische Bildung und Erziehung erfolgen. Staat und Kirche sollten immer getrennt bleiben.
Kurt Matthias


