Das Schäfchen im Wolfspelz
Von Sibylle Schmidt
Wer schon einmal mit Texten von Elfriede Jelinek in Berührung gekommen ist, kennt das Problem: entweder man verneigt sich vor der Autorin oder wendet sich angewidert ab. Für die einen ist die Österreicherin schon zu Lebzeiten eine Art Mythos, unnahbar, die autonome Frau, die sich von niemandem abhängig macht; für die anderen ist sie eine verlogene Selbstdarstellerin, oder gar „der dümmste Mensch der westlichen Hemisphäre“. Zweifelsohne ist Elfriede Jelinek eine Frau der Extreme.
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Aus dem Nähkästchen plaudern kann Michael Klemm in der Tat. Seit er sich als gelernter Herrenmaßschneider 1992 selbständig gemacht hat, ist seine Flick- und Änderungswerkstatt in der Wörther Straße nahe dem Kollwitzplatz eine kleine Institution im Kiez geworden.
1942 drehte Ernst Lubitsch in seiner Wahlheimat Amerika den Film „Sein oder Nichtsein“. Es ist die Geschichte einer polnischen Schauspielertruppe, die im besetzten Warschau die Nazis an der Nase herumführt. Dabei fing alles ganz harmlos an: 